Splash-Shooting

Wasser-Splash-Shooting-Wilhelmshaven-schnitt

Splash Shooting

Nach einer langen Blog Pause gibt es heute wieder neue Bilder zu sehen. Nicht viele aber dafür qualitativ sehr hochwertig und eine Anleitung wie man solche Bilder selbst aufnehmen kann. Es geht heute um sogenannte Splash Bilder. Was ist das? Bei Splash Bildern wird das Model, in diesem Fall meine Frau, mit einer Flüssigkeit, z. B. Wasser oder Farbe, beworfen. Die Bewegung des Wassers beim Auftreffen auf den Körper soll eingefroren werden. Man braucht hierfür natürlich eine dritte Person, die die Flüssigkeit wirft. Diese war meine Mutter. Sie war natürlich Feuer und Flamme dafür, ihre Schwiegertochter mit Wasser zu bewerfen.

Wie funktioniert das Einfrieren von Bewegungen?

Das Stichwort ist hier Abbrennzeit.

Wenn ich draußen bei super Wetter Fotos mache und eine Bewegung einfrieren möchte, gehe ich mit der Belichtungszeit, z.B. 1/2000, so weit nach unten bis die Bewegung eingefroren ist.

Im Studio habe ich die Möglichkeit aber nicht. Wenn ich im Studio fotografiere habe ich nur das Licht aus meiner Blitzanlage. Die kürzeste Belichtungszeit beträgt hier 1/250 da der Blitz sonst nicht mehr von der Kamera eingefangen werden kann. Dieses nennt man Synchronisationszeit.

Was ist nun also die Abbrennzeit?

Die Abbrennzeit gibt an wie lange ein Blitz nachleuchtet, wenn dieser einen Blitz abgefeuert hat. Desto kürzer die Abbrennzeit desto besser lassen sich Bewegungen einfrieren.

Worauf muss ich also achten?

Studioblitze haben meist eine hohe Leistung aber nur richtig teure Geräte haben auch eine kurze Abbrennzeit.

Aufsteckblitze haben zwar meist nicht die Leistung eines Studioblitzes aber eine sehr kurze Abbrennzeit. Allerdings auch nur wenn ich nicht die maximale Leistung abrufe.

Wie sollten nun die Einstellung an Kamera und Blitz aussehen?

Die Kamera sollte von der Blende so eingestellt seit, dass die Schärfentiefe für mein Motiv ausreichend ist und wenn ich ein Bild ohne Blitze aufnehme, dass nur ein schwarzes Bild zu sehen ist.

Die Belichtungszeit ist vollkommen egal. Ich habe hier 1/40 gewählt. In dem Bereich kann man die Kamera noch ruhig halten währen die Blende offen ist. Warum ist die Belichtungszeit egal? Dadurch, dass die Kamera durch meine Blendenwahl nur schwarz aufnimmt und nur mit Hilfe des Blitzes ein Motiv aufnehmen kann ist der Blitz der entscheidende Faktor. Allerdings haben wir ja oben schon gelernt, dass die Belichtungszeit auch nicht zu kurz gewählt werden darf wegen der Synchronisation zwischen Kamera und Blitz. Also alles was zwischen 1/40 und 1/250 liegt ist geeignet.

Als Blitz kamen bei mir zwei Yonguo YN-560 II zum Einsatz. Die durch eine 90er Octabox geblitzt haben. Die Leistung hatte ich auf 1/8 gestellt. Damit hatte ich genug Licht im Bild und die Abbrennzeit war kurz genug um das Wasser einzufrieren. Den weißen Hintergrund habe ich zusätzlich mit einem dritten Blitz von Yonguo angeblitz der die gleiche Einstellung aufwies. Die Abbrennzeit der Blitze sollte über 1/2000 liegen. Da in dem Handbuch von meinen Blitzen dazu keine Angaben waren habe ich ein wenig mit der Leistung rumgespielt. Bei 1/8 war das Ergebnis dann zufriedenstellend.

Zusammenfassung:

Die Abbrennzeit gibt an wie lange ein Blitz nachleuchtet. Umso kürzer dieser nachleuchtet, 1/250 lang, 1/5000 kurz, desto besser lässt sich die Bewegung mit der richtigen Blendenwahl an der Kamera einfrieren. Die Blende sollte so gewählt werden, dass ohne Blitz ein schwarzes Bild entsteht.

Das Shooting

Es ist ein normaler Reflex zu zucken oder die Augen zu zukneifen wenn man was ins Gesicht geworfen bekommt. Weil dies natürlich auf den Bilder unvorteilhaft aussieht, muss man vor jedem Wurf ein zusätzliches Foto vom Modell aufnehmen. Am besten stellt man die Kamera auf ein Stativ. Stellt den Fokus so ein wie man ihn braucht. Und macht dann ein Foto vom Model wenn dieses in Pose ist. Erst dann wird geworfen. Später in Photoshop setze ich die beiden Bilder dann zusammen und habe das perfekte Ergebnis. Birthe hat es in den meisten Bilder geschafft nicht die Augen zu zukneifen. Dadurch hat sie mir ein wenig Arbeit in Photoshop erspart. Wenn ich nicht vor jedem Wurf ein zusätzliches Bild mache, habe ich nachher Probleme, dass die Augen nicht in den Kopf passen. Zu der Bearbeitung in Photoshop und mehr Informationen zur Abbrennzeit und Synchronisationszeit kommt in einem seperaten Blogeintrag.

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